Freitag, 20. Mai 2016

Nachhaltige Vorbilder

Eltern sind nachhaltige Vorbilder.

Durch unsere Verhaltensweisen, durch das was wir unseren Kindern vorleben, prägen wir sie. Sie lernen durch unser Vorbild und werden sich im späteren Leben eventuell bewusst für oder gegen unsere Lebensweise entscheiden. Auf jeden Fall aber merken sie, was uns als Eltern wichtig ist.

Nachhaltigkeit ist spätestens seit meiner Schwangerschaft bzw seit der Geburt des Käferles ein sehr bedeutendes Thema für mich geworden.
Zum einen ist es mir natürlich wichtig, dass sie möglichst gesund aufwächst, das umfasst die Ernährung und ihre Lebensumgebung und zum anderen sind wir es einfach unserer Generation und den kommenden schuldig, so verantwortungsbewusst wie möglich mit den Ressourchen dieses Planeten umzugehen.
In mehreren Bereichen hat bei mir bereits ein Umdenken stattgefunden und ich versuche in diesen so gut ich es schaffe meinen Prinzipien treu zu sein.
Ich bin auch überzeugt davon, dass die Vorbildwirkung von uns Eltern sehr groß ist und unsere Kinder stark beeinflusst.
Mir ist es daher sehr wichtig gesund und umweltbewusst zu leben, um unseren Käferle ein gutes Vorbild zu sein.
Wie das funktioniert, haben mir meine Eltern vorgelebt, die seit Mitte der Achtzigerjahre einen Biobauernhof (demeter) führen und damals häufig dafür belächelt wurden.

Ernährung:

Ich versuche mich/ uns möglichst ausgewogen und qualitativ hochwertig zu ernähren, wobei es dennoch vorkommt, dass wir uns einfach einmal eine Pizza bestellen.
Unser Gemüse, Obst, Käse, Brot, Nudeln und Vieles mehr beziehen wir über einen Biobauern aus der Steiermark, der einmal in der Woche unzählige Gemüsekisterl zu meinen Eltern liefert. Dieses System praktizieren wir bereits seit Jahren und es bestellen bereits rund 30 weitere Familien mit.




Erdäpfeln bauen wir selbst an und frische Kräuter haben wir in einem Kisterl am Balkon.
Beim Fleisch und Fisch achte ich immer auf Bioqualität und Regionalität. Wir ernähren uns nicht vegetarisch oder gar vegan, aber essen wenig Fleisch.
Ich trinke gerne Kaffee und wir haben eine Kapselmaschine, hier könnten wir noch Müll einsparen. In letzter Zeit haben wir grüne Smoothies für uns entdeckt und so bekommen wir auch unseren Anteil an den gesunden Bitterstoffen ab, die zb im Löwenzahn oder diversen grünen Salaten enthalten sind.

Müllvermeidung:

Müllvermeidung ist mir ein sehr wichtiges Anliegen. Zum einen nutzen wir Stoffwindeln, wodurch wir extrem viel Müll vermeiden und wír verwenden auch keine Feuchttücher, sondern schlicht und einfach Küchenrolle. Dieses Wickelsystem funktioniert einwandfrei und die Haut unseres Käferles dankt es uns. Der Großteil der Spielsachen vom Käferle ist aus Holz, welches mir auch besser gefällt muss ich sagen. Beim Einkaufen nutzen wir Stoff- oder Papiersackerl, wobei wir die Papiersackerl dann verwenden, um das Altpapier zu lagern oder das Papier wird zum Anheizen unseres Holzofens verwendet.
Wir heizen mit Holz aus dem Familienwald bzw aus meinem eigenen Wald, den ich vor Kurzem gekauft habe und der dirket an unser Grundstück anschließt.
Kleidung kaufe ich kaum noch neu. Das Käferle wird zum Großteil Second Hand eingekleidet, wir werden da von meiner Schwägerin immer reich beschenkt. Seit das Käferle auf der Welt ist kaufe ich für mich kaum noch neue Kleidung, da ich festgestellt habe, wie viel ich eigentlich ohnehin habe. Der Käferpapa hat ohnehin nie viel Geld für Kleidung ausgegeben.
Die Wäsche wasche ich mit Biowaschmittel und ich nutze ausschließlich biologische Körperpflegeprodukte. Einzig der Geschirrspüler läuft noch mit konventionellen Geschirrspültabs.
Um Müll beim Einkaufen zu vermeiden würde ich mir einen "Unverpackt"- Laden in unserer Nähe sehr wünschen. Ich versuche möglichst viel unnötiges Verpackungsmaterial zu vermeiden.

Reparieren statt wegwerfen:

Ich wundere mich immer über Menschen, die ständig das neueste Handy oder die neueste Technik brauchen, obwohl das Vorgängermodell noch voll funktionstüchtig ist. Ich habe mich vor einigen Monaten bewusst für ein altmodisches Tastenhandy entschieden ohne Internetzugang und somit gegen ein Smartphone, das einen dazu verlockt ständig online zu sein. Ich denke das war eine sehr gute Entscheidung, wenn man bedenkt, welche Anziehungskraft Smartphones auf Kinder haben. Mein Handy überlasse ich dem Käferle gerne, wenn sie es haben möchte und es ist nie sehr lange interessant. Die Vermeidung von Elektromüll finde ich sehr wichtig und auch dass man versucht kaputte Geräte wieder zu reparieren. Die Kinder bekommen die Einstellung der Eltern so schnell mit...

Vor einigen Jahren habe ich mit dem Käferpapa einen Ausflug zu einer Tropfsteinhöhle gemacht. Die Taschenlampe einer Familie hat nicht funktioniert und der Sohn meinte: "Das macht nix, wir schmeißen sie einfach weg und kaufen eine neue." Das fand ich irgendwie traurig, denn er hätte auch vorschlagen können, dass man versuchen sollte sie zu reparieren bzw hätten auch einfach die Batterien leer sein können. Aber er muss diese Aussage, dass man Kaputtes wegwirft und etwas Neues kauft, wohl schon öfters gehört haben. Dieser Wortwechsel hat mir lange zu denken gegeben...

Transportmittel:

Da ich mittlerweile wieder berufstätig bin, kommen wir um zwei Autos nicht herum, wobei ich mich für ein sehr spritsparendes umweltfreundliches Modell entschieden habe. Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln würde ich für die einfache Wegstrecke zur Arbeit rund 1,5 Stunden brauchen (mit dem Auto rund 25 Minuten). Auf das Auto möchte ich daher nicht verzichten, weil ich die ersparte Zeit gerne mit meiner Familie verbringe.

Zu meinen Gedanken zum Thema Nachhaltigkeit hat mich dieser Artikel inspiriert (klick).

Verlinkt bei Tafjora.

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