Freitag, 30. Oktober 2015

Schellen - Ursli: Ein Engadiner Bilderbuch und Kinofilm

Der Schellen - Ursli ist wohl nach Heidi das bekannteste Kinderbuch aus der Schweiz. Geschrieben wurde das Buch von Selina Chönz, bebildert von Alois Carigiet. Erstmals erschien es 1945, seither wurde es in unzählige Sprachen übersetzt und über eine Million mal verkauft.




Wir haben ein älteres Exemplar aus meiner Kindheit zu Hause, welches ich anlässlich der Verfilmung des Schellen- Urslis, der nun in Schweizer Kinos zu sehen ist, für unsere Tochter wieder ins Bücherregal gestellt habe. Das Käferle liebt die Geschichte und lässt sich das Buch gerne vorlesen. Wenn ihr der Text zu lange wird, erzähle ich ihr die Geschichte in eigenen Worten.
Der Geschichte liegt eine Tradition zu Grunde:

Der Brauch "Chalandamarz" in Guarda, dem Dorf des Schellen- Urslis:
Die Kinder des Dorfes vertreiben durch lautes Glockengeläut den Winter und läuten den Frühling ein. Dieser Chalandamarz genannte Brauch findet jedes Jahr am
1. März in Guarda, einem Dorf im Unterengadin statt.

Zur Geschichte:
Am Vortag des 1.März verteilt Onkel Gian Glocken an die Kinder des Dorfes. Der Schellen- Ursli wünscht sich eine große Glocke, doch als er an die Reihe kommt, ist nur mehr die kleinste Schelle für ihn übrig. Die Buben verspotten ihn und Ursli geht traurig fort. Schließlich erinnert er sich an eine große Glocke hoch oben in einer Berghütte und er macht sich auf den Weg diese zu holen. Weil er müde ist und die Nacht hereinbricht, übernachtet er auf der Hütte und kehrt erst am nächsten Morgen mit der großen Glocke nach Hause zurück. Die Eltern waren sehr besorgt und die Bewohner des Dorfes haben Ursli überall gesucht. Beim Umzug geht Ursli mit der großen Glocke voran und alle freuen sich, dass er wieder da ist.

Die Geschichte ist in einer reimenden Sprache geschrieben und die Illustrationen sind ausdrucksstark, aber nicht kitschig.

Der Schellen - Ursli erzählt die Geschichte eines alten Brauches und hat nun sogar den Sprung auf die Leinwand geschafft.

Ich hoffe doch, dass er auch in österreichischen und deutschen Kinos ausgestrahlt wird....

Sonntag, 25. Oktober 2015

Unsere Stoffys- Von A wie Anavy bis Z wie Zorb II

Einige Stoffwindel - Testberichte habe ich schon geschrieben und hier veröffentlicht. Nun möchte ich euch quasi ganz privat unsere Stoffwindeln zeigen, die wir gerne verwenden oder besser gesagt, mit denen ich das Käferle wickle. Denn hier ist das Wickeln Mamasache. Der Käferpapa zeigte anfangs Skepsis, als ich die Idee hatte auf Stoffwindeln umzustellen. Nach einiger Zeit hat er die "Stoffys" akzeptiert und mittlerweile befürwortet er die Sache, da die Restmüllsäcke nicht mehr so rasant voll werden und wir keine Wegwerfwindeln mehr zu kaufen brauchen.
Seit der Umstellung auf Stoffwindeln sind immer wieder neue Windeln ins Regal eingezogen und dafür wurden andere verkauft.
Da ich die Vielfalt liebe und es mir zu langweilig ist, mit nur einem System zu wickeln, tummeln sich viele verschiedene Systeme- und Marken im Regal. Zu welchen Windeln ich bevorzugt greife, ändert sich immer wieder.
Zu Beginn dachte ich, All in Ones (AIO) würden mir liegen und Höschenwindeln gar nicht. Nun mag ich Höwis sehr gerne und Prefoldüberhosen mit Prefolds.
Jetzt zeige ich euch einmal meine Schätze, wobei einige Windeln auf beiden Bildern zu sehen sind....



Wenn die Zeit es zulässt bereite ich die Windeln wickelfertig vor und lege sie ins Regal. Prefolds, Mullwindeln und anderes Saugmaterial (ich liebe Bambusviskose) sowie Windelvlies befinden sich in einem Korb daneben auf dem Regal.

Die Sammlung besteht aus:

12 Höschenwindeln (1 x Anavy, 1 x Huda, 2 x Petit Lulu, 2 x Hanfwindeln von Responsible Mother, 6 x Bambi Roxy)
2 Schlupfüberhosen aus PUL (Huda und Maleja)
4 Prefoldüberhosen (Milovia, Windelzauberland, Blümchen, Bumgenius Flip)
4 Snap in Ones (2 x Petit Lulu, 1x Anavy Easy, 1 Pupidu)
2 Pocketwindeln von Bambi Roxy
1 WMW (= Windelmanufakturwindel)
4 Trainerhosen (2 x Kissaluv, 1 x Bambi Roxy, 1 x Imse Vimse)

Trainerhosen von Imse Vimse und Kissaluv

Ich wasche zwei Mal in der Woche, im Sommer hat eine Windelwäsche pro Woche gereicht, da das Käferle nur in der Nacht und zum Mittagsschlaf eine Windel trug. Sie genoss das Nackig- Sein. Fürs Einkaufen oder kurze Autofahrten zog ich ihr eine Trainerhose an.  
Die Stoffwindeln wasche ich zur Zeit mit dem Baukastensystem von Sonett. Da wir hartes Wasser haben, ist Wasserenthärter sehr wichtig. Erst mache ich eine Vorwäsche ohne Waschmittel, dann wird im Hauptwaschgang bei 60° mit Waschmittel gewaschen. Wir verwenden keinen Trockner, daher brauchen die Höschenwindeln meist drei Tage zum Trocknen.
Gebrauchte Windeln lagere ich in einem Wäschenetz, das ich in einen großen Kübel eingehängt habe. So muss ich die Windeln nicht mehr anfassen, wenn ich sie in die Waschmaschine gebe. Für unterwegs habe ich zwei Wetbags, das sind Stofftaschen aus einem wasserdichten Material.

So und nun stelle ich euch noch meine liebste Saugeinlage vor...

Zorb II


Als zusätzliche Saugeinlage in Überhosen verwende ich seit Kurzem gerne Zorb II. Die Maleja Manufaktur hat mir diese zweilagige Einlage aus Zorb II zum Testen zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür!
Zorb II verfügt über einen Saugkern aus ZorbTM, das ist ein spezielles Faservlies für Stoffwindeln und wird in den Vereinigten Staaten hergestellt. Es kann Flüssigkeiten in der Menge des zehnfachen Eigengewichts in einer halben Sekunde aufnehmen.  Es saugt somit schneller als andere Materialien (Hanf, Bambus, Baumwolle,...). Der Zorb- Kern wird von hautfreundlichen Bambusstoffen umhüllt. Optisch sind Zorb II Einlagen an der typischen Wabenstruktur erkennbar.

Vorteile von Zorb II:
  • bleibt schön weich
  • saugt schnell und viel
  • kurze Trocknungszeit
  • gibt auf Druck kaum Feuchtigkeit ab wie zB Mikrofaser

Hier findet ihr meine weiteren Artikel zum Thema "Stoffwindeln":

Donnerstag, 22. Oktober 2015

Blätter - Puzzle (DIY)

In den letzten Tagen habe ich gemeinsam mit dem Käferpapa ein Puzzle fürs Käferle gebastelt. Da wir viel Zeit in der Natur verbringen und das Käferle gerne Kastanien und Walnüsse sammelt und wir dabei auch immer die Blätter der Bäume begutachten und einige mitnehmen, hatte ich die Idee zu einem Blattformen- Puzzle. Unsere Tochter hat bereits einen sehr großen Wortschatz und kennt einige Baumarten bei ihrem Namen. Bei der Auswahl der Blätter habe ich darauf geachtet, dass diese von Bäumen aus ihrer Erfahrungswelt stammen. Da in unserer Gegend kaum Eichen wachsen, habe ich zum Beispiel kein Eichenblatt ausgewählt.
Bei Recherchen im Internet habe ich auf Etsy ein ähnliches Puzzle gefunden (klick).

Und das ist unser Blätter - Puzzle...

© Kleine Mami

Dafür haben wir jeweils ein Blatt von folgenden Bäumen als Schablone zum Basteln verwendet: Kastanie, Walnuss, Buche, Birke und Ahorn.

Benötigte Materialien:
2 Pappelsperrholzplatten (A4), Blätter als Schablone, Bleistift, Laubsäge, Schleifpapier, Holzleim, Farben zum Bemalen der Puzzleteile

© Kleine Mami

Die ausgewählten Blätter mit Bleistift auf eine Sperrholzplatte übertragen und mit der Laubsäge aussägen. Je dicker die Sperrholzplatte ist, desto anstrengender gestaltet sich das Sägen, dafür ist das Puzzle aber stabiler.

© Kleine Mami

Alle Puzzleteile und die Platten sollten nun mit Schleifpapier glatt geschliffen werden. Es empfiehlt sich die Puzzleteile ordentlich glatt zu schleifen, damit sie problemlos eingesetzt werden können. Wir werden vermutlich noch kleine Holzgriffe an die Puzzlestücke anleimen, um das Herausnehmen der Teile aus dem Puzzle zu erleichtern.
Nun wird die Platte mit den Aussparungen für die Puzzleteile auf eine weitere Platte derselben Größe geklebt.


© Kleine Mami

© Kleine Mami

Mit Bleistift habe ich noch die Namen der Blätter aufs Puzzle geschrieben, auch wenn es noch ein Weilchen dauern wird, bis das Käferle sie lesen kann.
Die Blätter habe ich in verschiedenen Grüntönen bemalt und Blattadern aufgezeichnet.

© Kleine Mami

© Kleine Mami

Fertig! 
Für die Umsetzung dieser Idee haben wir übrigens zirka eine Stunde gebraucht.
Das Puzzle kann man auch hervorragend als Hilfe zum Bestimmen von Blättern verwenden, zum Zuordnen von gesammelten Blättern usw.

Montag, 19. Oktober 2015

Walnuss - Stangerl aus unserer Backstube


Wie aufmerksame Leser dieses Blogs vielleicht bemerkt haben, haben wir diesen Herbst viele Walnüsse geerntet. Darüber habe ich in "Rund um die Walnuss" (Teil 1 und Teil 2) berichtet. Über das Nussstangerl Rezept bin ich vor einigen Jahren im Internet gestolpert (leider weiß ich nicht mehr wo) und seither backe ich sie oft. Für die Füllung eignen sich neben geriebenen Walnüssen selbstverständlich auch geriebene Haselnüsse oder Mohn. Die Nussstangen können als Gebäck zum Kaffee gereicht werden und sind nicht "nur" Weihnachtsgebäck. Kinder können beim Backen der Nussstangen sehr gut mithelfen, dem Käferle hat besonders das Kneten des Teiges gefallen. Wir haben den Teig einfach direkt am Küchentisch zubereitet und dank unseres Lernturmes konnte sich das Käferle dabei richtig austoben.

Ihr braucht folgende Zutaten:




Für den Teig:

250 g Mehl
250 g Butter
250 g Topfen (Quark)
1 Prise Salz

Für die Füllung:



150 g geriebene Nüsse
100 g Zucker
1 Ei
eventuell etwas Rum

So geht es:

  • Mehl sieben, Prise Salz zugeben,  Butter in Streifen schneiden und im Mehl zerbröseln.
  • Topfen rasch in den Teig kneten.
  • Teig für eine halbe Stunde in den Kühlschrank stellen.
  • Für die Füllung werden die geriebenen Nüsse mit dem Zucker vermengt.
  • Dann kommen noch ein Ei und der Rum dazu. Gut verrühren!
  • Der Teig wird ausgerollt und die Hälfte des Teiges mit Füllung bestrichen. Dann wird das Ganze zusammengeklappt.
  • Mit einer Teigkarte oder mit dem Wellenschneider wird der Teig nun in 1 cm breite Streifen geschnitten.
  • Die Streifen eindrehen und mit Ei bestreichen.
  • Die Nussstangen werden bei zirka 180° im vorgeheizten Ofen gebacken bis sie goldbraun sind.
  • FERTIG!
Hier seht ihr das Käferle in Aktion...




Mir hat das Backen mit dem Käferle UND dem Käferpapa Spaß gemacht. Der Arme "durfte" uns ständig Zutaten reichen und den Besen schwingen, da doch etwas Mehl auf dem Boden gelandet ist. Backen mit einem Kleinkind ist ein tolles Erlebnis, das ihr nicht verpassen solltet! Probiert doch einfach das Rezept aus und berichtet mir dann hier in einem Kommentar darüber...

Eure,
Kleine Mami

Freitag, 16. Oktober 2015

Der Spielraum nach Emmi Pikler

Bevor ich euch von unseren ersten Erfahrungen im Spielraum berichte, möchte ich zum besseren Verständnis folgende Fragen beantworten:

- Wer war Emmi Pikler? Was versteht man unter der Pikler- Pädagogik?
Emmi Pikler, eine ungarische Kinderärztin, revolutionierte in den 1930er Jahren die Kleinkindpädagogik mit ihren Ansichten. Kinder sollen sich ihrem Entwicklungsstand nach möglichst selbstständig entwickeln dürfen, ohne dass Erwachsene ein- oder vorausgreifen. In der Pikler- Pädagogik gibt es drei zentrale Aspekte:

  1. Pflege: Die Pflege des Kindes soll nicht als etwas angesehen werden, das schnell über die Bühne gebracht werden muss. Die körperliche Pflege sollte einfühlsam erfolgen und als Möglichkeit zur innign Kommunikation mit dem Kind betrachtet werden. Das Kind sollte nach eigenem Wunsch an der Körperpflege beteiligt werden.
  2. Freie Bewegungsentwicklung: Jedes Baby hat seinen eigenen Rhythmus und lernt von selbst sich zu drehen, zu sitzen, zu krabbeln und zu laufen. Der Erwachsene sollte nicht versuchen die Bewegungsentwicklung zu beschleunigen. Das Kind sollte nicht in Positionen gebracht werden, die es von sich aus noch nicht einnehmen kann (zB nicht aufsetzen bevor es nicht selbst frei sitzen kann).
  3. Freies Spiel: Kinder sollten die Möglichkeit haben in einer geschützten und ihrem Entwicklungsstand entsprechend gestalteten Umgebung, frei spielen zu können.
Wichtig ist aber auch, dass der Erwachsene die Eigeninitiative des Kindes respektiert und unterstützt und ihm einen sicheren Hafen bietet. Kinder brauchen sichere Bindungen zu Bezugspersonen, von denen sie sich angenommen fühlen.

- Was ist der Spielraum?
Der Spielraum ist ein geschützter Raum mit einer vorbereiteten Umgebung für die Kinder, der von einer Spielraumleiterin begleitet wird. Er bietet Eltern die Möglichkeit die Eigeninitiativen des Kindes zu beobachten, da die Eltern im Spielraum nur Beobachter sind. Wie forscht das Kind? Wie begegnet es anderen Kindern? Wie geht es mir selbst als Elternteil in der Beobachterrolle?
Die Kinder dürfen sich von den Eltern lösen, um selbstständig aktiv zu werden, müssen dies aber nicht. Sie dürfen auch auf Mamas Schoß sitzen bleiben, nur dürfen die Eltern das Kind nicht zum Spielen begleiten.

"Wesentlich ist, dass das Kind möglichst viele Dinge selbst entdeckt." (Emmi Pikler)

So viel zur Theorie!

Das Käferle im Spielraum:
Eine befreundete Mama musste aus Termingründen ihren Platz im Spielraum aufgeben und hat uns diesen zum Ausprobieren angeboten. Sie schwärmte mir von der herzlichen Gruppenleiterin vor und dass uns der Spielraum sehr gut tun würde.
Anfangs war ich skeptisch, denn in der Krabbelgruppe hat es dem Käferle gar nicht gefallen. Dennoch haben wir den Versuch gewagt.

Beim ersten Termin versuchte das Käferle mich wie gewohnt dazu zu bringen, mit ihr spielen zu gehen. Ich verneinte und schlug ihr vor, doch dieses oder jenes zu spielen und sie strebte einige Schritte fort und kehrte wieder auf meinen Schoß zurück. Bis ich bemerkte, dass dieser Schritt des Loslösens von ihr ausgehen sollte. Ich lehnte mich zurück ohne Erwartungen und das Käferle blieb auf meinem Schoß und beobachtete die anderen Kinder. Zwei Mal wollte sie gestillt werden und meinte: "Mama hinaus gehen."
Beim zweiten Termin saß sie zunächst wieder auf meinen Schoß, wobei sie zuvor einem Jungen noch Kastanien schenkte.
Schließlich entdeckte sie in einem Körbchen drei wunderschöne Holzpferde und schon war sie fort - aus eigenem Antrieb. Sie kehrte zwar dann damit wieder zu mir zurück und wollte wissen, wie die Pferde heißen, aber sie ging dann noch einige Male auf Entdeckungsreise und erkundete die Krabbelkiste und den Tunnel.
Am Ende half sie beim Aufräumen und ich war richtig erstaunt und stolz auf ihr eigenständiges Agieren und darauf wie selbstverständlich sie sich durch den Raum bewegte.
Nicht nur Kinder, sondern auch Eltern entwickeln sich im Spielraum weiter. Ich hab auf jeden Fall wieder viel gelernt, *hihi*.


Donnerstag, 15. Oktober 2015

21 Monate

Mit 21 Monaten...

  • bist du 86 cm groß
  • wiegst du zirka 12 kg
  • trägst du Größe 86/ 92
  • fehlen noch die vier hinteren Backenzähne
  • sprichst du zum Teil in Sätzen, die aus 4 - 5 Wörtern bestehen
  • bringen uns viele Wörter zum Staunen: Nelkenpulver, reparieren, Fahrradbremse, Pferdekutsche, und und und
  • hast du einen großen Wortschatz (bestimmt 1000 Wörter), *sind sehr stolz auf dich*
  • singst du gerne (klingt süß)
  • muss für jedes Tier, jeden Menschen, jede Bilderbuchfigur ein Name gefunden werden (du merkst dir ALLE)
  • hast du Essiggurkerl für dich entdeckt
  • sind deine Haare bereits schulterlang
  • zählst du oft bis 10 (nicht immer richtig)
  • interessieren dich Körperteile und ihre Bezeichnungen (besonders die einzelnen Finger, Schlüsselbein, Bauchnabel)
  • übst du dich im rückwärts und seitwärts gehen bzw mit gegrätschten Beinen
  • wirst du beim Klettern immer mutiger und sicherer
  • liebst du es schnell zu rennen
  • schaffst du es plötzlich Puzzleteile einzusetzen
  • häufen sich kleine Wutanfälle ("Ich will das alleine schaffen, kann es aber noch nicht" , "Ich will Hilfe/ keine Hilfe",...)
  • lässt du dich nur ungern an- und ausziehen, alleine funktioniert es aber noch nicht so richtig
  • spielst du gerne einkaufen und Kasperltheater
  • bist du gerne im Spielraum (Emmi Pikler) - dazu mehr in einem der nächsten Beiträge...
  • schläfst du nach einigen furchtbar schlaflosen Nächten wieder "brav" und Mama auch
  • flüsterst du gerne
  • tanzt du gerne (auf Mamas Arm)
  • hast du einige Lieblingslieder auf YouTube (wir hören sie nur an ohne das Video anzusehen): Mein kleines Pony, Mia San Mia (Stefanie und Marina), Kleiner Teddybär (Stefanie Hertel)
  • baust du gerne Türme, spielst mit deinen Pferden (Schleichpferde und Holzpferde)
  • wirst du noch oft gestillt (nach Wunsch)
  • cremst du dich gerne ein und liebst kleine Tiegelchen und Pipettenflaschen (Mama muss dir wohl eine Hexenküche einrichten)
  • willst du offensichtlich auch Lehrerin werden?



Samstag, 10. Oktober 2015

Eiaufstrich - Ein kinderleichtes Rezept

Eier fand unser Käferle schon immer faszinierend. Vielleicht weil sie so oft am Bauernhof des Onkels und der Großeltern die Hühner beobachtet hat und die gelegten Eier eingesammelt hat (klick). Sie schält gerne die Schale von gekochten Eiern ab und zerkleinert sie.
Daher möchte ich euch ein kinderleichtes Rezept für einen leckeren Eiaufstrich verraten, bei dessen Zubereitung Kleinkinder viele Arbeitsschritte selbstständig durchführen können.

Zutaten:
2 - 3 gekochte Eier
1 Becher Crème Fraiche
einige EL Topfen
1 Paprika
Delikatessgurken
Salz, Pfeffer


Für die kleine Helferin habe ich noch den Wellenschneider und den Eierschneider hergerichtet.

Zubereitung:

  • Gekochte Eier schälen, mit dem Eierschneider schneiden (gefällt den Kleinen) und mit einer Gabel zerdrücken.
  • Delikatessgurken und Paprika mit dem Wellenschneider in kleine Stücke schneiden.
  • ... mit Topfen und Crème Fraiche vermengen und mit Salz und Pfeffer abschmecken. 






Guten Appetit!

Was kocht ihr gerne für eure Kinder beziehungsweise mit euren Kindern?

Sonntag, 4. Oktober 2015

Rund um die Walnuss - Teil 2

Im letzten Beitrag (Rund um die Walnuss - Teil 1) habe ich übers Sammeln, Trocknen und Lagern von Walnüssen geschrieben und mit welcher Freude das Käferle bei der Ernte hilft.
Heute geht es um die Verarbeitung der getrockneten Walnüsse und wie Kinder mitwirken können.
ACHTUNG: Babys und Kleinkinder sollten keine ganzen Walnüsse oder grobe Nussstücke essen, denn es besteht Aspirationsgefahr! Werden Nüsse oder Nussstücke eingeatmet, weichen sie in den Bronchien auf, führen zu einer Lungenentzündung und müssen in Narkose entfernt werden.
Besteht zudem keine Nussallergie, spricht jedoch nichts dagegen, Kleinkindern geriebene Walnüsse anzubieten.

Unsere Küchenhelfer hierfür sind:



1. Nussknacker: Wir verwenden einen Nussknacker, bei dem die Walnuss eingelegt wird und dann durch die Holzschraube geknackt wird. Kleine Kinder können mit diesem Nussknacker auch üben wie Schraubverschlüsse geöffnet und geschlossen werden. Die Schraubbewegung wird trainiert.


2. Nussmühle: Die Nussmühle ist wirklich kinderleicht zu bedienen, unser Käferle liebt das Mahlen der Nüsse.



3. Mörser: Wer nicht in eine Nussmühle investieren möchte, kann die Walnüsse hervorragend mit einem Mörser zu feinem Nusspulver verarbeiten. Der Mörser ist auch für Kinderhände geeignet, nur auf die Finger muss man bei einem schweren Mörser aus Granit gut aufpassen...


Geriebene Walnüsse schmecken richtig gut!!!!



Die einzelnen Arbeitsschritte im Überblick:

  1. Walnüsse sammeln
  2. Grüne Außenschale entfernen
  3. Nüsse mit einer Bürste reinigen
  4. Nüsse trocknen 
  5. Walnüsse knacken
  6. Walnüsse aus der Schale entnehmen
  7. Walnüsse reiben
  8. Walnüsse im Mörser mahlen
Guten Appetit!

Samstag, 3. Oktober 2015

Rund um die Walnuss - Teil 1


In diesem Jahr tragen die Walnussbäume besonders viele Nüsse, die von Mitte September bis Mitte Oktober geerntet werden können. Die Nüsse sind reif, wenn sie vom Baum fallen und ihre grüne äußere Schale aufplatzt. Sie sollten nicht vom Baum gepflückt werden, aber auch nicht lange im nassen Gras liegen bleiben, weil sie sonst zu schimmeln oder faulen beginnen.
Die ganze Familie befindet sich zur Zeit im "Walnuss- Fieber" (der Käferpapa inklusive) und das Körbchen vom Käferle wird täglich mit gesammelten Walnüssen gefüllt.

© Kleine Mami


Am meisten Freude bereitet es ihr, wenn eine Walnuss noch aus der grünen Schale befreit werden muss. Führt man diesen Arbeitsschritt allerdings mehrmals aus und trägt dabei keine Handschuhe, dann bekommt man braune/ schwarze Hände, denn die Außenschale färbt ab. Der Käferpapa bekam die Farbe mehrere Tage nicht von den Händen ab.





Reife Walnüsse weisen einen hohen Gehalt an Vitamin C und Omega- 3- Fettsäuren auf und sind sehr gesund.
Walnüsse schmecken auch gleich nach der Ernte hervorragend, wobei die dünne weiße Haut, die sich direkt unterhalb der Nussschale befindet, unbedingt entfernt werden sollte, da sie sehr bitter schmeckt. Durch das Trocknen der Nüsse verlieren sich dann die Bitterstoffe mit der Zeit.

© Kleine Mami

Walnüsse können durchaus mehrere Monate lang gelagert werden, wenn zuvor einige Punkte beachtet werden:

  • Walnüsse sorgfältig reinigen und trocknen (nicht waschen, sondern mit einer Bürste reinigen)
  • Walnüsse einlagig an einem trockenen Ort bei 20 - 25 ° C auflegen (Sieb, Korb, flache Kiste,...)  und möglichst mehrmals am Tag durchmischen und wenden
  • Nach zirka 3 - 6 Wochen sind die Nüsse gut getrocknet und haben rund die Hälfte ihres Gewichts verloren
Getrocknete Walnüsse lagert man am besten hängend in Säcken und Netzen, damit sie von allen Seiten durchlüftet werden.

Kinder können in die Walnussernte hervorragend miteinbezogen werden, wenn sie Freude daran haben und im nächsten Artikel verrate ich euch noch einige Ideen für Kinder!

Freitag, 2. Oktober 2015

Erlebniswelt Wald

Was gibt es Schöneres als einen Waldspaziergang im frühen Herbst?
Das Käferle lässt sich zwar die meiste Zeit tragen (sie ist eben ein kleiner Tragling), aber vom Sammeln von Zapfen, Stöcken und dergleichen ist sie dann doch sehr begeistert. Und auch von den Waldtieren, die wir im nahegelegenen Naturpark besucht haben. Wobei wir so ländlich wohnen, dass das Käferle bereits einen Fuchs, einen Marder, einen Hirsch und ein Reh quasi direkt vor unserer Haustüre gesehen hat.
Der Wald bietet unzählige Möglichkeiten für kreatives freies Spielen. Kinder können ihren Bewegungsdrang ausleben und klettern, über gefällte Bäume balancieren, laufen, verstecken spielen, usw. Es gibt so Vieles zu entdecken (Zapfen, Steine, Ameisenhügel, knorrige Äste, Baumstumpf, Käfer,...), dass man mit einem Kleinkind oft lange auf einem Fleck steht und jedes einzelne Steinchen bestaunt. Viele Eltern werden wissen, was ich meine, hihi...



Unsere gesammelten Waldschätze haben zu Hause ihren Platz in einem Korb bekommen, zusammen mit den Büchern zum Thema Wald und den Schleichtieren.



Mit den Dingen in unserem Waldkorb habe ich dem Käferle zwei Übungen angeboten - eine Sortierübung und eine Zuordnungsübung.

  1. Zapfen sortieren:  Für diese Übung benötigt man Zapfen von verschiedenen Bäumen. Ich habe Kiefernzapfen und Fichtenzapfen zum Sortieren angeboten.

© Kleine Mami

© Kleine Mami

2. Schleichtiere zuordnen: Bei dieser Übung geht es darum die Schleichtiere den entsprechenden Bildern zuzuordnen.



© Kleine Mami

Ganz unbeabsichtigt hat sich in den letzten Monaten eine kleine Artikelserie entwickelt, daher verlinke ich euch hier noch folgende Artikel:

Erlebniswelt Bauernhof